Ich erkenne oftmals, dass es Ausgegrenzte in Familien gibt, Menschen, von denen man nicht spricht, sie am liebsten vergisst, wenig oder nichts erzählt.

Das können Kinder sein, die nicht geboren wurden, wie Fehlgeburten, Todgeburten oder Schwangerschaftsabbrüche, aber auch verheimlichte Kinder, verunglückte, frühverstorbene Familienmitglieder etc.

 

Wenn es Ausgegrenzte in deinem Familiensystem gibt und Unruhen in Familiensystemen, könnte eine Familienaufstellung hilfreich sein.

 

Kürzlich war eine Klientin bei mir, die sich eigentlich um ihren pubertierenden Sohn sorgte, weil er einen Suizidversuch hinter sich hatte und nun sehr flügge ist.

Doch die tatsächliche Ursache um ihre Ängste, um ihren Sohn und sein Verhalten lagen viel tiefer.

Es war der Verlust ihrer 2 Kinder im 3. und 4. Schwangerschaftsmonat. Dies erzeugt Verlustängste, die sie spürte. Auch wenn es nicht bewusst ist.

Verluste, die zu wenig aufgearbeitet wurden und doch noch Teil in der verletzten SEELE gespeichert sind.

Das heißt, zuerst gehört die Wurzel eines Problems geklärt, das kam in eine Biographiearbeit ans Tageslicht.

Wenn die Seele mit verdrängten Themen in Resonanz geht, erkenne ich das am Gesichtsausdruck, an der Haltung oder es beginnen Tränen zu fließen und das ist gut so. Endlich kommt der Schmerz heraus. Es kommt was in Gang, es darf sich Etwas lösen. Es erleichtert.

In einer Aufstellung haben wir die 2 Kinder in das Familiensystem geholt. Der Mutter wurde erstmals bewusst, dass sie MUTTER von DREI KINDERN ist, nicht nur von einem.

Sie hatte Namen für ihre beiden „älteren Söhne“, sie hatte die Geburtsdaten aufgeschrieben, und nun darf sie dies offen in der Familie kommunizieren.

Ihr Sohn wusste bis zu diesem Datum nicht, dass er 2 Brüder hätte und seine Seele, die dies sehr wohl weiß, war immer auf der Suche, seiner Suche …die zur Sucht werden kann.

Es gibt so Etwas wie eine Familienseele, und ein Mitglied versucht zu kompensieren, was anderen widerfahren ist. Deshalb wiederholen sich oft Muster in Familiensystemen.

 

Wichtig ist, mit offenen Karten zu spielen, um Schicksal zu vermeiden.

„Ausgegrenzte“, wenn es auch nur Ungeborene sind, in das Familiensystem zu holen.

 

In diesem Sinn schau auf dein Familiensystem. Schau auf deine Gesundheit! Jedes Familienmitglied gehört dazu, ob der alkoholkranke Bruder, das verunglückte Geschwisterl, die früh verstorbene Mutter.

In einer Biographiearbeit findest du Klarheit, du kannst dich jederzeit melden, falls du Fragen hast.