Es gibt bestimmte Anzeichen, die du schnell erkennen kannst, ob eine Familienaufstellung für dich passen würde.

  • Beschäftigen dich Sätze und Fragen, wie:

Ich muss mich um alles kümmern…

Ich fühle mich für meine Eltern/Geschwister verantwortlich.

Wo ist mein Platz?

Wer bin ich überhaupt?

 

Dies sind Hinweise, dass in der Rollenverteilung innerhalb der Familie Unklarheit herrscht.

Du fühlst dich unsicher, wie du Familienmitgliedern begegnen sollst. Frühere Partner, Halbgeschwister oder verstorbene Geschwister hatten bisher keinen Platz im Familiensystem.

In der Familienaufstellung bekommt jeder seinen Platz und dies für zu einem Ausgleich.

 

  • Sind typische Sätze für dich:

Mein Vater/Mutter ist mit ihrem/seinem Leben völlig überfordert

Wenn ich mich nicht um alles kümmere,…

Ich fühle mich schon ein ganzes Leben lang traurig/zornig/depressiv/überfordert etc. ich habe schon alles Mögliche probiert, aber es ändert sich einfach nichts…

 

Das können Hinweise sein, dass du fremde Gefühle und Aufträge zurückgeben solltest.

Du fühlst dich ständig belastet, überfordert oder hilflos.

Du erledigst Aufgaben und Pflichten, für die du nicht zuständig bist.

Du hältst den Kopf für einen anderen hin oder badest Etwas für ihn aus.

Du bist der Meinung, dass einer oder beide Eltern deine Unterstützung brauchen, um das Leben zu meistern.

Du leidest schon immer an Gefühlen wie Traurigkeit, Wut, depressive Verstimmung…für die du im eigenen Leben keine Ursache findest.

Du hast Gefühle, für die sich im eigenen Leben keine Ursache findet.

 

  • Sind das typische Sätze, die dich begleiten:

Hier macht doch sowieso jeder, was er will.

Mein Sohn/Tochter ist mein bester Freund/Freundin. Bei ihm/ihr kann ich mich ausheulen.

Kümmere dich mal um deinen Vater/Mutter, du kannst das doch so gut (Übergabe von Aufgaben und Zuständigkeiten eines Elternteils an ein Kind)

 

Dies sind Hinweise, dass Zuständigkeiten und Aufträge zurückgegeben werden sollen. Das Kind kann das nicht für die Eltern tragen.

 

  • Kennst du diese Gefühle:

 

Du fühlst dich deiner Elternrolle nicht gewachsen.

Du hast das Gefühl, dass sich im Verhalten deiner Kinder (unterdrückte) eigenen Gefühle widerspiegeln.

Du erzählst deinem Kind Dinge, die es nichts angehen.

Dein Kind ist manchmal anmaßend und altklug.

Dein Kind ist dir gegenüber übermäßig fürsorglich und besorgt um dich, obwohl du nicht senil oder gebrechlich bist.

Dein Kind hat wenig Achtung vor dir und verhält sich so, als wäre es der/die Große und träge die Verantwortung.

Ein Kind übernimmt die Elternrolle gegenüber Geschwistern.

Ein Kind mischt sich in Angelegenheiten ein, die es nichts angehen.

 

Dies sind Hinweise, dass die Abgrenzung der Zuständigkeiten nicht erfolgt ist oder verschwommen ist und zeigt sich Alltag vielleicht so:

Vater oder Mutter fordern ein Kind auf, sie in einer Auseinandersetzung zu unterstützen.

Ein Kind steht zwischen den Fronten.

Als Kind fühlst du dich von einem Elternteil für dessen Zwecke benutzt.

Du sollst Aufgaben/Pflichten übernehmen, die mit deinen eigenen Wünschen/Zielen nicht in Einklang sind.

Es fällt einem/beiden Eltern schwer, einem Kind Grenzen zu setzen.

Du fühlst dich als Kind in eine Rolle gedrängt, die du nicht ausfüllen kannst oder willst.

 

  • Liegen Anzeichen für folgende Störung vor:

Du selbst, deine Eltern oder Großeltern haben früh Vater, Mutter, Geschwister oder ein Kind verloren.

Du spürst eine Todessehnsucht, Traurigkeit, Schwere.

Du nimmst nicht wirklich am Leben teil.

Du empfindest keine Freude am Leben zu sein.

In deiner Familie wiederholen sich über Generationen, Krankheiten, frühe Tode von Eltern oder Geschwistern, schwere Schicksalsschläge, unglückliche Beziehungen etc.

Wichtig ist es hier, eine klare Abgrenzung zu setzen, diese Todessehnsucht zu unterbrechen. „Auch wenn du gehst, ich bleibe“, ist ein wichtiger Satz, der in einem Ritual verinnerlicht werden sollte. Es will jemand einem anderen in den Tod nachfolgen.

 

  • Liegen diese Anzeichen vor:

Du hast häufig das Gefühl, nicht du selbst zu sein.

Du fühlst dich in manchen Situationen wie fremdgesteuert.

Dein Leben überschattet etwas, ohne es benennen zu können.

Du wirkst viel jünger oder älter, als es deinen Lebensjahren entspricht.

Du findest in deinem Leben keine Ursache für ein Lebensgrundgefühl, dass dich beeinträchtigt.

Manchmal verstehst du dich selbst nicht.

In diesen Fällen handelt es sich um Identifizierungen. Stellvertretend leben wir das Leben und Schicksal eines Angehörigen nach.

Dies sind typische Sätze:

Ich habe die gleichen Symptome wie…

Ich habe Angst, ich bin genau wie…

In meiner Familie sagt man, ich sei wie…

Ich fühle mich manchmal wie verhext….

 

Für all diese Beschreibungen kann eine Familienaufstellung sehr hilfreich sein. Natürlich gibt es auch viele andere Methoden, sich dieser Themen zuzuwenden.

Man spürt sehr gut, wann die Zeit reif ist.

Ich rate dir aber eine Person deines Vertrauens zu Rate zu ziehen!

😊

 

Alles Liebe und wisse, du hast dein Familiensystem gewählt.

Hier liegt deine Aufgabe, nämlich: dich zu entwickeln. 😊

Alles LIEBE, deine Petra