6 Schritte zu mehr Ordnung im Familiensystem

Mache Ordnung im Familiensystem!

Hilfe zur Selbsthilfe

 

Stellst du dir manchmal die Frage:

 

Wo ist mein Platz in meiner Familie?

Wer bin ich überhaupt?

Muss ich mich ständig um alles kümmern?

Warum fühle ich mich für meine Eltern verantwortlich?

Warum fühle ich mich für meine Geschwister verantwortlich?

oder

Fühlst du dich unsicher gegenüber einzelnen Familienmitgliedern?

 

Dann KANN es sein, dass in deiner Familie die Ordnung gestört ist.

Systemische Störungen sind „normal“. Sie gehören zu unserem Leben. Die bestmögliche Form, Störungen zu erkennen und zu lösen, wäre eine Systemische Aufstellung. Doch auch eine „kleine Aufstellung“ mit einfachen Symbolen kann wichtige Erkenntnisse zutage führen und…

…du kannst diese Übung selbst durchführen.

 

Mache Ordnung in deinem System!

 

ÜBUNG: Stelle dein System auf!

 

A) Überlege zuerst ob du dein Gegenwartssystem oder dein Herkunftssystem aufstellen möchtest:

Das Gegenwartssystem bist zumeist DU, dein Partner, deine Kinder.

Das Herkunftssystem ist jenes System, woher du kommst: dazu gehören deine Eltern, Geschwister, eventuell Großeltern oder Urgroßeltern, wenn sie ein schweres Schicksal erlitten haben.

 

 

B ) Nun kläre für dich ab, wer zu deinem Familiensystem gehört/ siehe unten (Herkunfts- oder Gegenwartssystem)

 

Übung: In nur 6 Schritten zur Ordnung im Familiensystem

 

1. Schreib auf einem Blatt Papier, die Namen aller Personen deines Familiensystems auf, das du nun aufstellen willst.

Die Blickrichtung der Personen sollte erkennbar sein.

 

2. Stelle die Personen nach deinem inneren Bild auf (am besten am Boden)

Bitte mach es ohne Überlegungen, nur aus deinem inneren Gefühl heraus.

 

3. Nun betrachte das Bild, welches du intuitiv gestellt hast.

Was fällt dir auf?

Wer steht wo? Wer steht mit wem in Beziehung?

Wird jemand ausgegrenzt? Fehlt jemand?

Stellt sich jemand in den Vordergrund?

 

4. Spüre dich, wenn du willst in die jeweiligen Personen hinein? Wie ergeht es ihnen? Was spüren sie von ihrer Warte aus gegenüber den anderen Personen?

Kannst du mehr Klarheit gewinnen über dein System? Kannst du so manches verstehen?

 

5. Nun stelle um: Wenn dein Bild der „Ordnung“ (siehe Anhang/ was ist der richtige Platz) nicht entspricht, mache Ordnung! Stelle die jeweiligen Familienmitglieder um, so wie im Anhang beschrieben.

 

6. Nun mache ein Ritual und stell dich auf deinen Platz: Stell dir vor, du stehst nun an deinem richtigen Platz in der Familie. Schau dir von dieser Warte deine Angehörigen der Reihe nach an und sprich jene Sätze, die die Person am besten beschreibt.

 

 

Zum Beispiel

Kinder zu Eltern (Du zu deinen Eltern) – wenn du deine Herkunftsfamilie aufgestellt hast

 

Ihr an eurem Platz, ich an meinem Platz.

Ihr seid die Großen, ich bin der/die Kleine

Ihr seid meine Eltern, ich bin euer 1./2./3. Kind.

Auch du gehörst dazu. (wenn du vielleicht einen Elternteil nicht kennst)

 

Du als Elternteil zu deinen Kindern – wenn du deine Gegenwartsfamilie aufgestellt hast

 

Ich bin die Große, du bist der Kleine

Ich bin deine Mutter/ Vater. Du bist das Kind.

Ich gebe, du nimmst.

Auch du gehörst dazu. (wenn du vielleicht Geschwister/ Halbgeschwister nicht kennst)

Schau welcher Satz für dich stimmig ist. Sprich nur das, was du von Herzen sagen kannst. (Sonst bringt es nichts)

 

Unter Geschwister:

Ich bin dein großer Bruder/deine große Schwester. Du bist mein jüngerer Bruder/jüngere Schwester.

Ich bin die/der Erste/Zweite…du bist der/die Erste, Zweite…

Auch du gehörst dazu.

 

Der Schritt war erfolgreich, wenn du dich an deinem Platz wohlfühlst, den du innerlich einnimmst und spürst, dass du auch dahin gehörst.

Sei nun dankbar, den dir zustehenden Platz gefunden zu haben. Das gibt Kraft.

Es gibt natürlich noch viel mehr rituelle Sätze, die hilfreich sind, doch das würde für diese Übung zu weit führen.

 

In einem Familiensystem herrscht Ordnung wenn jedes einzelne Familienmitglied den Platz einnimmt, der seinem zeitlichen Eintritt und seiner Rangfolge auch entspricht.

 

So kann das Leben leichter und freier werden.

 

Anhang

Was ist nun dein richtiger Platz?

 

Gegenwartssystem: ist jenes System, in dem du jetzt lebst

 

Dazu gehören: Du als Vater oder Mutter, Kinder, auch Tod- oder Fehlgeburten, frühere Partner

Grundsätzlich steht der Vater rechts neben der Mutter (es gibt Ausnahmen);

neben der Mutter stehen die Kinder dem Alter nach in einem Halbkreis. Das Älteste Kind neben der Mutter, dann das Zweitälteste…

Auch Tod- oder Fehlgeburten, sowie abgetriebene Kinder gehören dazu. Sie sind der zeitlichen Reihenfolge nach anzuordnen.

Ansonsten herrscht Verwirrung im System oder Unsicherheit. Bereiche wie Verantwortung oder Zuständigkeiten würden verschwimmen.

Wird Jemand in einem System vergessen, kann es zu Schicksalsschlägen und Alltagsproblemen kommen.

 

Nach einer Trennung oder Scheidung:

Das Idealbild wäre, wenn die kleinen Kinder zwischen den Eltern stehen würden und in dieselbe Blickrichtung sehen. In diesem Fall sind alle Konflikte aufgelöst. Man kann auch sehr gut herausfinden, wo für das Kind der beste Platz ist.

 

Bei Patchwork Familien ist das Ganze ein wenig unübersichtlicher. Das würde ich mit professioneller Hilfe machen.

 

Herkunftssystem:  ist jenes System, woher du kommst

Dazu gehören grundsätzlich deine Eltern, Geschwister, eventuell Großeltern oder Urgroßeltern, wenn sie ein schweres Schicksal erlitten haben.

Es können auch frühere Partner der Eltern im System später aufscheinen, Halbgeschwister oder Ausgegrenzte. Ein ganzes Familiensystem kann darunter leiden, wenn sie unter bestimmten Umständen nicht im System Platz finden. Manchmal leidet ein einzelner Angehöriger darunter.

Möchte ich zwei oder mehr Generationen im Überblick haben, kann das folgendermaßen aussehen: die Eltern stehen ihren Kindern gegenüber. Vater rechts neben Mutter, das am ältesten geborene Kind rechts neben den Geschwistern dem Alter nach. Die Großeltern hinter den Eltern auf einer Linie.

Sind die Kinder erwachsen ist es angebracht, dass sie sich umdrehen und auch wie die anderen Generationen nach vorne blicken. Das ist möglich, wenn Verstrickungen aufgelöst wurden. Der Rücken von hinten kann gestärkt werden.

Immer nachspüren, wie es sich anfühlt. Es gibt Ausnahmen.

Alle Familienmitglieder gehören zum System, keiner darf vergessen oder verheimlicht werden, auch Täter und Opfer nicht.

 

Sinn und Ziel solch einer Umstellung:

Du hast ein Anfangsbild deines Systems gestellt, dass dieser Ordnung nicht entspricht. Du fühlst dich an diesem Platz ungut.

Nun hast du nach dem Umstellen deinen guten Platz gefunden. Es ist ein Platz, wo du mit deinem Problem oder deiner Situation viel besser umgehen kannst.

Ein neues inneres Bild wurde gefunden.

Die bessere Lösung wurde gesehen und erlebt. Wenn du nun anerkennst was ist, kann das veränderte Bild wirken. Dir wird eine neue innere Haltung ermöglicht.

Viele neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen sich.

Lass diese Lösungen ohne viel zutun einfach wirken.

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