WARUM VERSTEHE ICH MEINEN VATER/MEINE MUTTER NICHT?

 

Weil genau sie es sind, die dir deine Lernthemen aufzeigen und wer hat schon Lust zu lernen?

 

DIES IST EIN AUSZUG AUS MEINEM BUCH „ZUCKERWATTE – das Leben ist süß“:

 

Die Kraft, die du von deinen Eltern mitbekommen hast, ist Teil deiner Lebenskraft.

 

Stell dir vor du bist ein Baum, fest verankert in der Erde.

Dieser Baum trägt den väterlichen Anteil in sich und den mütterlichen Teil und du schöpfst deine Kraft aus diesen Wurzeln. Diese Wurzeln sind dein Vater und deine Mutter, sowie deren Vorfahren.

 

Je fester und tiefer diese Wurzeln ins Erdreich reichen, desto widerstandsfähiger bist du in „Krisenzeiten“.

Wenn du die Probleme mit ihnen nicht löst, entziehst du dir selbst deine Lebensenergie, deshalb schau hin, was du durch sie lernen kannst:

 

Achte darauf, was sie dir vorleben, was dich berührt, was dich ärgert. Sie spiegeln dir genau den Teil in dir, den du innerlich an dir ablehnst. Das ist aber deine „Lernaufgabe“ in diesem Leben, die zu erledigen ist.

 

Übung:

Schreib die Eigenschaften auf, die dich an deinem Vater oder deiner Mutter besonders stören.

Sieh dir diese Eigenschaften an.

Was haben sie mit dir zu tun?

Was kannst du erkennen?

 

Unterschätze diese Kräfte nicht. In schweren Krankheitsfällen kommt es fast nie vor, dass der Patient mit seinen Eltern im Reinen ist. Sie können Auslöser schwerer Schicksalsschläge sein.

 

Gestehe dir ruhig ein, dass du verletzt wurdest, du wütend bist, enttäuscht. Doch verharre nicht länger in dieser kräfteraubenden Energie, sie macht dich krank: Vergib!

 

Auch deine Eltern hatten es nicht immer leicht und haben sich all die Eigenschaften angeeignet, um sich zu „schützen“, um „geliebt zu werden“, es sind die einfachen Grundbedürfnisse eines Menschen, mit denen er versucht zu „überleben“.

 

Befreie dich daraus, sieh dir die positiven Seiten an, die du dadurch mitbekommen hast (jede negative Seite zieht auch etwas Positives mit sich)

 

Du darfst auch nicht alles, was sie tun, rechtfertigen, verteidigen, alles gutheißen…

Nein, sieh sie realistisch, so wie sie sind. Sieh auf ihr Schicksal, sieh auf ihre Familiengeschichte. So kannst du sie vielleicht verstehen.

Achte sie als die, die dir das Leben geschenkt haben.

 

Sie sind die Gebenden, du bist die Nehmende.

 

Übung

Hast du eine Schuld oder Aufgabe für sie übernommen, gib sie ihnen durch ein Ritual, durch Worte oder gedanklich zurück!

Räume ihnen einen gebührenden Platz in deinem Familiensystem ein!

 

Deine Eltern sind deine Kraftquelle, deshalb lass diese Quelle nie versiegen.

Achte und ehre sie, sonst kappst du dir deine eigenen Wurzeln, deine Früchte verdörren.

Sei dir dessen bewusst, dass sich deine Seele genau diese Eltern ausgesucht hat, um sich weiterzuentwickeln.

 

Achte deine Eltern und Großeltern, achte ihre Weisheit und ihre Erfahrungen, ehre sie, was immer sie getan haben. So kann der Kraftstrom durch die Wurzeln wieder fließen.

Dein Leben fließt, du fühlst dich auch selbst geachtet und geliebt.

 

Übung

Danke und ehre sie für das, was sie versucht haben, dir weiterzugeben. Verbeuge dich vor ihrem Schicksal.

Auch wenn deine Eltern schon gestorben sind, verneige dich vor ihrem Schicksal.

Du kannst all die Übungen trotzdem machen.

Vergebung kann Krankheitssymptome lösen.

 

 Dies ist ein Auszug aus meinem Buch „Zuckerwatte – das Leben ist süß“

 

 

Du musst deine Eltern nicht verstehen. Sie haben ihre eigene Familiengeschichte, Glaubenssätze, Muster.

Aber achte und ehre sie, sonst findest du nicht in deine eigene Kraft. Sie sind deine Wurzeln.