Heute geht es um das Thema Burnout:    

Mangelnde Lebensfreude, keine Lust sich aufzuraffen, das waren die ersten Worte meiner Kundin.

Die seelische Verletzung liegt lang zurück.

 

Der Verlust der eigenen Mutter mit 8 Jahren kam sehr berührend zu Tage.

Kein Abschied, Ratlosigkeit, Verständnislosigkeit holten die junge Frau in diesem Moment ein.

Es war sehr wichtig ein Abschiedsritual nachzuholen, das damals nicht erfolgt ist

dh. Trauerarbeit zu leisten,

damit der Seele Druck genommen wird, sie es besser verarbeiten kann und so Heilung beginnt.

Unbewusst wird dieser Schmerz sonst immer mitgetragen und erzeugt häufig Trauer und mangelnde Lebensfreude, so wie in diesem Fall.

 

„Trauerarbeit“

bedeutete hier unter anderem:

„sich alles von der Seele sprechen können“

„Jahrelang Unausgesprochenes an die Oberfläche kommen lassen“,

Tränen, Ärger, Wut loslassen

Lösungen für den weiteren Umgang im Alltag finden.

 

Dazu möchte ich sagen

Ein Trauerritual kann immer nachgeholt werden.

 

Ich habe das selbst schon erlebt, bei meiner Tochter, einer Todgeburt im 6. Monat, die ich lange nicht betrauert habe. Diese Gefühle von mangelnder Lebensfreude holten mich ein.

Auch bei Fehlgeburten, abgetriebenen Kinder, plötzlich Verstorbene, einem Unfalltod etc.

Trauerarbeit muss geleistet werden, wenn man wieder in die eigene Kraft kommen will.