Was Salz und Pfeffer mit einem Problem zu tun haben können…

 

Eine Aufstellung mit Symbolen kann wichtige neue Erkenntnisse zu einer Problemsituation zutage bringen.

Es geht um die Sichtbarmachung innerer Bilder.

Sie haben im Äußeren große Wirkung.

Glaub mir!

Es sind deine inneren Seelenbilder!

Dies ist mit Gegenständen des täglichen Gebrauchs möglich.

Unbewusste Informationen können geliefert werden.

Kurz und knackig!

 

Zum Beispiel:

Angela und Bernd haben ein Eheproblem.

Bei einem gemeinsamen Essen gab es Streit und kurz bevor es eskalierte, hatte Angela die Idee, eine Aufstellung zu machen.

Sie bat Bernd, für ihn und sich ein Symbol auszusuchen und aufzustellen.

Bernd wählte den Salzstreuer für seine Frau. Er selbst war der Pfefferstreuer.

Er stellte Salz- und Pfefferstreuer eng aneinander in die Mitte des Tisches.

Aufgrund eines Gesprächs davor, gab es die Vermutung, seine Mutter könnte eine Rolle spielen. So suchte Bernd noch ein Symbol für seine Mutter.

Er nahm eine Essigflasche und zwängte diese zwischen sich und seiner Frau.

Es dauerte einen kurzen Moment bis er begriff, was er da intuitiv aufgestellt hatte.

Seine Frau Angela nickte. So etwas hat sie geahnt. Sie wollte es aber nicht ansprechen, um ihren Mann nicht zu verletzen. Bernd war entsetzt. Für ihn war deutlich sichtbar, worunter die Beziehung litt.

So hatte er sich das nicht gedacht.

Das ist der Beginn einer guten Lösung. Diese „kleine knackige Aufstellung“ sagt mehr als tausend Worte.

Es kann daher nur hilfreich sein, unsere inneren Bilder in einer problematisch empfundenen Situation im Äußeren sichtbar zu machen.

 

Ohne fachkundige Erfahrung kann man Erkenntnisse gewinnen, wie in diesem Beispiel, aber nicht immer zu einer Lösung kommen. Dafür ist wahrscheinlich eine ExpertIn gefragt.

Dennoch kann eine festgefahrene Situation in Bewegung gebracht werden und zu neuen Einsichten und Gefühlen führen.

 

Die 3 Schritte zu einer neuen Erkenntnis!

 

Jetzt geht’s an deine persönliche Aufstellung!

 „Wenn du eine weise Antwort wünscht, musst du vernünftig fragen.“

Johann Wolfgang von Goethe

 

Schritt 1: FORMULIERE DEIN ANLIEGEN RICHTIG!

 

Ausgangspunkt ist immer ein klares Anliegen. Das Anliegen umreißt das Problem und legt fest, welche Person oder Dinge aufgestellt werden sollen.

Eine genaue und sorgfältige Formulierung der Frage ist Voraussetzung!

Fasse dein Anliegen in einem Satz mit max. 15 Wörtern zusammen.

Je knapper formuliert, umso klarer wird es, um was es geht.

 

Beispiele:

Wo ist mein Platz?

Ich möchte mehr Klarheit über meine Rolle in der Familie

Ich stehe zwischen zwei Männern und weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll

Warum enden alle meine Beziehungen nach dem gleichen Muster?

Was steckt hinter den Schwierigkeiten mit meinem Kind?

Ich möchte mein Verhältnis zu meinem Vater/Mutter klären.

 

Solche Fragen sind eindeutig und haben spürbar Kraft.

Hat dein Problem mehrere unterschiedliche Aspekte, dann musst du Teilfragen bilden.

Stelle sie getrennt und nacheinander auf.

zB: Ich habe ziemlich oft Stress mit meinem Mann, bin arbeitslos und Schmerzen mit dem Rücken

Stop!

Eines nach dem anderen!

Deshalb nochmals:

Je klarer das Anliegen formuliert ist, umso größer auch die Chance, zu einer Erkenntnis oder vielleicht sogar zur Lösung zu kommen.

 

Schritt 2: ACHTE, DASS DEIN ANLIEGEN AUCH IN DEINER ZUSTÄNDIGKEIT LIEGT

 

An welchem Platz stehst du?

Du kannst nur Dinge verändern, für die DU zuständig bist.

 

Beispiel:

Bist du das Kind und willst deine Eltern wieder zusammenbringen, fällt das nicht in deine Zuständigkeit. Du hast kein Recht dich einzumischen.

 

Aber du kannst folgende Frage stellen:

Was kann ich tun, um nicht immer wieder in den Streit der Eltern verwickelt zu werden?

Warum fühle ich mich für den Streit meiner Eltern verantwortlich?

 

Du musst die Aufmerksamkeit dahin legen, wo sie dir zusteht, Veränderungen und Lösungen herbeizuführen.

Manchmal wirst du feststellen, dass du keine Lösung herbeiführen kannst, obwohl sie mit der Auswirkung deines Problems zu tun hat.

 

Beispiel:

Du erkennst, dass die Beziehung zum Partner gefährdet ist, durch ein Familienthema in seiner Herkunftsfamilie. Du kannst nicht mehr tun, als das zu erkennen. Lösen kann es nur dein Partner selbst. Aber du kannst dir die Frage stellen:

Wie gehe ICH damit um?

 

Noch etwas Wichtiges:

Viele Konflikte haben die Ursache nicht immer dort, wo du sie vermutest.

Oder wo du sie gerne hättest.

Es könnte sich auch herausstellen, dass an einem Problem dein Anteil viel größer ist, als du wahrhaben willst. Diese Erkenntnis ist nicht immer leicht, sie erfordert Mut und Ehrlichkeit auch sich selbst gegenüber.

Doch mit diesen Erkenntnissen wächst du!

Glaub mir!

 

Schritt 3:  BEOBACHTE DEINE GEDANKLICHE KLARHEIT

 

Sie könnte ein Hinweis auf die Ursache deines Problems sein.

Was meine ich damit:

Wie klar bist du, wenn du dein Anliegen formulierst?

Zum Beispiel hast du ein Problem mit der Formulierung des Anliegens trotz  normaler Intelligenz 🙂 (davon gehe ich jetzt aus 🙂

Plötzlich kannst du keinen klaren Gedanken mehr fassen. Du scheinst völlig verwirrt zu sein.

Das könnte ein Hinweis sein, dass es um tiefgreifendere, familiäre Themen geht. Um diese zu lösen, brauchst du eine erfahrene Anleitung.

Beispiel:

Anita und Udo leben zusammen. Udo wünscht sich ein Kind. Anita nicht. Sie reagiert völlig überzogen bei diesem Thema.

Es könnte ein Zeichen sein, dass diese erwachsene Person mit einem jüngeren Anteil in Resonanz geht.

Eine Aufstellung zeigte, dass die Ursache in der Herkunftsfamilie von Anita liegt. Anita hat eine behinderte Schwester, die immer Kinder wollte. Dieser Wunsch hat sich nie erfüllt. Anita fühlt sich ihrer Schwester tief verbunden und es wäre wie ein Verrat für sie, würde sie Kinder bekommen.

Familiäre Verstrickungen entstehen aus Liebe und tiefer Verbundenheit.

Die gleiche Liebe, die das Problem entstehen lässt, löst es aber auch.

Mit rituellen Sätzen oder durch neue innere Bildern kann man zu einer guten Lösung finden.

Bei Fragen kontaktiere mich!